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VOXELIA 3D

Software-Einordnung · PV-Planung · Mac

PV-Pro: Photovoltaik-Planung

Was die Mac-Software von Vigorek zusammenführt, wie der Workflow funktioniert und für wen sich ein genauer Blick auf PV-Pro lohnt.

  • 12 Min. Lesezeit
  • Voxelia 3D
  • Deutschland, Österreich & Schweiz
  • 3DGebäudemodell

    aus Bilddaten oder Geodaten

  • Modul für ModulVerschattung

    auf Basis der Geometrie

  • 1 Projektbis zum Angebot

    ohne Medienbruch

Was ist PV-Pro?

PV-Pro ist eine Photovoltaik-Planungs- und Angebotssoftware für den Mac. Die Produktseite von Vigorek beschreibt einen durchgängigen Ablauf: Ein Gebäude wird als Planungsgrundlage angelegt, Dachflächen werden belegt, Verschattung und Ertrag werden ausgewertet, und aus demselben Projekt entsteht ein Kundenangebot als PDF. Die offizielle PV-Pro-Produktseite nennt dabei ausdrücklich Photogrammetrie, Wirtschaftlichkeit, Förderung und Angebotsrevisionen als Bestandteile des Workflows.

Der entscheidende Unterschied zu einem einzelnen Ertragsrechner liegt damit in der Verbindung von Geometrie, elektrischer Auslegung und Vertrieb. Statt Dachmodell, Simulationsdatei, Kalkulation und Offerte in mehreren Werkzeugen zu pflegen, soll ein Projekt dieselben Eingaben durch alle Schritte tragen. Das ist besonders interessant, wenn ein Betrieb regelmäßig individuelle Anlagen plant und nicht bei jedem Angebot Werte übertragen oder neu formatieren möchte.

Dieser Beitrag ist eine redaktionelle Einordnung der öffentlich verfügbaren Produktinformationen, kein unabhängiger Praxistest der Beta-Version. Funktionen, Preise, unterstützte Länder und Systemvoraussetzungen können sich während der Produktentwicklung ändern. Für eine belastbare Entscheidung sollte ein Betrieb deshalb ein echtes, repräsentatives Projekt mit eigenen Komponenten und Preisen prüfen.

Vom Gebäude zur Offerte: der Workflow

Die Stärke des Konzepts zeigt sich weniger in einer einzelnen Funktion als in der Reihenfolge. Jede Stufe baut auf der vorherigen auf und soll Änderungen bis in die Wirtschaftlichkeit und das Angebot weiterreichen.

  1. Gebäudegrundlage anlegen

    Ein Projekt kann laut Website aus vorhandenen Drohnenbildern, amtlichen Gebäude- und Luftbilddaten, einer Adresse, einem gezeichneten Umriss oder einer vorhandenen USD-, USDZ- oder OBJ-Datei beginnen. Für die Photogrammetrie wird ein Bildordner direkt im Projekt ausgewählt.

  2. 3D-Modell kalibrieren und prüfen

    Das aus Bildern rekonstruierte Modell wird mit einer bestätigten Referenz, etwa einer bekannten Gebäudehöhe, in den Maßstab gebracht. Dachflächen und relevante Hindernisse müssen vor der Belegung kontrolliert werden. Ein schönes Mesh allein ist noch kein geprüftes Planungsmodell.

  3. Module, Strings und Elektrik planen

    Auf den bestätigten Dachflächen werden Module platziert und zu Strings beziehungsweise MPP-Trackern zusammengefasst. Eigene Module, Wechselrichter, Speicher und Wärmepumpen lassen sich laut Produktseite mit Datenblattwerten in der Komponentenbibliothek pflegen.

  4. Verschattung geometrisch auswerten

    Nachbargebäude, Bäume, Kamine, Gauben und andere Aufbauten können in die 3D-Szene eingehen. PV-Pro weist laut Website jedem Modul einen eigenen Verschattungswert zu und trennt in der Darstellung unter anderem Bewuchs von baulichen Ursachen.

  5. Ertrag und Wirtschaftlichkeit rechnen

    Aus derselben Belegung entstehen Jahres- und Monatswerte, Performance Ratio, Eigenverbrauchs- und Autarkieannahmen sowie Amortisation und Nettonutzen. Für Einstrahlung und Ertrag verweist die Website auf PVGIS; in der Schweiz kommen Quellen wie Sonnendach und Pronovo für Dach- und Förderdaten hinzu.

  6. Angebot als Revision ausgeben

    Das Ergebnis wird als PDF mit Komponenten, Ertrag, Wirtschaftlichkeit, Positionen, Netto- und Bruttobetrag ausgegeben. Revision, Status und Datum sollen nachvollziehbar bleiben; ändert sich die Planung, markiert PV-Pro das bisherige Angebot laut Website als veraltet.

Welche Funktionen deckt PV-Pro ab?

Die öffentlich beschriebene Funktionsbreite macht PV-Pro zu mehr als einem einfachen Dachbelegungsplaner. Gleichzeitig ist wichtig, die Aussagen richtig zu lesen: Die Software bündelt Planungs- und Kalkulationsschritte; sie liefert dadurch eine strukturierte Entscheidungsgrundlage, aber keine pauschale Garantie für den späteren Baustellen- oder Ertragserfolg.

Für Fachbetriebe sind vor allem die Übergaben interessant. Ein 3D-Modell dient nicht nur der Visualisierung, sondern als gemeinsame Geometrie für Dachflächen, Hindernisse und Verschattung. Komponenten- und Preisannahmen werden zentral gepflegt, und das Angebot entsteht aus dem Projekt statt aus einer nachträglichen Vorlage.

BereichFunktionBeschreibung
PhotogrammetrieDrohnenbilder direkt im ProjektVorhandene Bilder werden auf dem Mac zu einem 3D-Modell verarbeitet. Das spart einen separaten Rekonstruktions- und Importschritt, setzt aber ausreichende Überlappung, sichtbare Geometrie und eine verlässliche Referenz für den Maßstab voraus.
VerschattungNicht jeder Schatten ist gleichDie Produktseite beschreibt eine modulgenaue Analyse sowie Ansichten für Jahresmittel, Saison und einzelne Zeitpunkte. Dadurch lassen sich lokale Unterschiede sichtbar machen, die ein pauschaler Prozentsatz auf der gesamten Anlage verdecken würde.
ErtragStandort und Komponenten zusammenführenPVGIS-Daten, Dachausrichtung, Modulparameter und Systemannahmen fließen in die Ertragsbetrachtung ein. Die Europäische Kommission beschreibt PVGIS als frei zugängliches System für Solarstrahlung und PV-Performance; die Datenbasis bleibt trotzdem eine Prognose.
WirtschaftlichkeitAmortisation aus einer DatenreihePV-Pro berechnet laut Website Amortisation, Nettonutzen und Gewinn über die Laufzeit aus den Projektannahmen. Für die Praxis muss transparent bleiben, welche Strompreise, Einspeiseerlöse, Förderungen, Kosten und Verbrauchsprofile verwendet wurden.
KomponentenDatenblatt statt nur ProduktnameModule, Wechselrichter, Speicher und Wärmepumpen werden mit technischen Kennwerten geführt. Eigene Geräte und Preisannahmen können ergänzt werden, was die Kalkulation näher an das tatsächlich angebotene System bringt.
AngebotDas PDF als letzter PlanungsschrittDas Kundenangebot enthält laut Website Ertrag, Wirtschaftlichkeit, Positionen, Mehrwertsteuer und eine fortlaufende Revision. Der Deckungsbeitrag bleibt im Hintergrund sichtbar, während der Kunde ein verständliches Dokument erhält.

PV-Pro gegenüber Einzelwerkzeugen eingeordnet

Ein Vergleich mit „der besten PV-Software“ wäre ohne definierte Projekte, Geräte und Messdaten nicht seriös. Sinnvoller ist die Frage, welcher Arbeitsschritt durch die Integration entfällt. In einem getrennten Workflow wird ein 3D-Modell exportiert, in eine Simulationssoftware importiert, anschließend in einer Kalkulation nachgebaut und schließlich in einer Angebotsvorlage dargestellt. PV-Pro positioniert sich laut Website genau an dieser Schnittstelle.

Das bedeutet nicht, dass jedes Einzelwerkzeug überflüssig wird. Unternehmen können weiterhin Spezialsoftware für Netzberechnung, Statik, Batteriesimulation, Großanlagen oder Dokumentenmanagement benötigen. Der relevante Test ist deshalb: Bleibt der eigene Qualitäts- und Freigabeprozess mit PV-Pro nachvollziehbar, oder fehlen für den konkreten Betrieb wichtige Schnittstellen?

AufgabeTypischer EinzelworkflowPV-Pro laut Website
GebäudemodellDatenquelle und Modellierung getrennt verwaltenBilddaten, Geodaten oder Datei direkt im Projekt nutzen
VerschattungGeometrie in Simulationssoftware neu abbildenAuf derselben 3D-Geometrie und pro Modul auswerten
Komponenten und PreiseDaten in mehreren Listen oder Vorlagen pflegenBibliothek mit Datenblattwerten und Kostenannahmen
WirtschaftlichkeitErgebnis in Kalkulation übertragenAus den Planungsannahmen im selben Projekt rechnen
KundenangebotManuell aus mehreren Ergebnissen erstellenPDF mit Revision, Positionen und Summen ausgeben

Für wen ist PV-Pro geeignet?

PV-Pro richtet sich nach der öffentlichen Positionierung vor allem an Solarteure, Energieberater und Planer, die auf einem Mac arbeiten und vom ersten Dachmodell bis zur Kundenofferte in einem System bleiben möchten. Besonders interessant ist die Software für Teams, die regelmäßig individuelle Anlagen mit unterschiedlichen Dachformen, Verschattungssituationen und Komponenten kalkulieren.

Der Photogrammetrie-Import ist dabei kein Selbstzweck. Er lohnt sich, wenn ein aktuelles und detailreiches Bildset vorliegt und kleine Objekte die Belegung oder Verschattung beeinflussen. Bei einem einfachen Dach mit geprüftem Modell kann der zusätzliche Rekonstruktionsschritt unnötig sein. Die Website nennt deshalb mehrere Eingangswege statt eine Drohne als Pflicht vorauszusetzen.

Das spricht für einen Praxistest

  • Ein durchgängiges Projekt von Geometrie, Belegung und Simulation bis zum PDF-Angebot.
  • Lokale Mac-Anwendung statt browserabhängigem Arbeitsfenster; laut Website liegen Projektdaten in einer lokalen Datenbank.
  • Modulbezogene Verschattungsdarstellung mit sichtbaren Ursachen wie Bäumen und Aufbauten.
  • Komponentenbibliothek und Preisannahmen, die für wiederkehrende Angebote zentral gepflegt werden können.
  • Transparente Beta-Positionierung mit Zugang über eine Warteliste und direktem Feedback zur Entwicklung.

Das sollte ein Betrieb vorab klären

  • Arbeitet das Team ausschließlich mit macOS 15 oder neuer, und ist die benötigte Hardware für Photogrammetrie vorhanden?
  • Reichen lokale Datenhaltung und die angegebene Offline-Fähigkeit aus, oder wird eine Cloud-Zusammenarbeit mit Rollen und Freigaben benötigt?
  • Sind die eigenen Module, Wechselrichter, Speicher, Preise, Steuersätze und Förderannahmen korrekt hinterlegt?
  • Welche unabhängigen Prüfungen bleiben für Statik, Netzanschluss, Brandschutz, Arbeitssicherheit und die Montage erforderlich?
  • Kann ein echtes Referenzprojekt mit Bildsatz, bekannten Maßen und dem gewünschten Angebotslayout durch die Beta geführt werden?

Beta, Preise und Arbeitsplätze

Zum Stand dieses Beitrags befindet sich PV-Pro laut Website in einer Beta-Phase. Der Zugang ist während der Beta kostenlos und wird in Wellen vergeben. Aktive Betatester sollen beim späteren Verkaufsstart 50 Prozent Rabatt auf das erste Jahr erhalten, wenn sie die Entwicklung mit konkretem Feedback unterstützen.

Für die geplante reguläre Preisstruktur nennt die Produktseite einen Arbeitsplatzpreis von 125 Euro beziehungsweise 119 Franken pro Monat. Jährlich sind es 1.250 Euro beziehungsweise 1.190 Franken pro Arbeitsplatz; die Jahreszahlung entspricht damit zwölf Monaten zum Preis von zehn. Ab dem zweiten Arbeitsplatz ist eine Staffelung vorgesehen.

ModellPreis laut WebsiteEinordnung
Beta-ZugangKostenlosNicht regulär buchbar; Zugang über Anfrage und Einrichtungsprozess.
1 Arbeitsplatz, monatlichEUR 125 / CHF 119Zum Ende der jeweiligen Periode kündbar.
1 Arbeitsplatz, jährlichEUR 1.250 / CHF 1.190Zwei Monate gegenüber zwölf Einzelmonaten enthalten.
Mehrere ArbeitsplätzeGestaffeltDer Satz sinkt laut Website ab dem zweiten Arbeitsplatz und weiteren Stufen.
Aktiver Betatester50 % im ersten JahrRabattversprechen für den Verkaufsstart, nicht der laufende Beta-Preis.

Datenbasis, Transparenz und Quellen

Für die Produktfunktionen und die Preisangaben dieses Beitrags wurde die öffentliche Website von PV-Pro am 27. August 2026 geprüft. Die Darstellung ist als Hersteller-Einordnung gekennzeichnet: Aussagen wie native Mac-Anwendung, lokale Datenbank, 14 Tage Offline-Fähigkeit, Beta-Zugang und die genannte Preisstruktur stammen aus der Produktseite und wurden nicht als unabhängiger Labortest verifiziert.

Die physikalischen und regulatorischen Bezugspunkte lassen sich separat nachvollziehen. Apple dokumentiert PhotogrammetrySession als API, die ein 3D-Modell aus einem Bildsatz erzeugt und die Hardwareunterstützung prüfen kann. PVGIS der Europäischen Kommission stellt Informationen zu Solarstrahlung und PV-Systemleistung bereit. Für Schweizer Förderbeiträge ist Pronovo die maßgebliche Anlaufstelle; Softwarewerte ersetzen dort nicht das Fördergesuch oder die aktuelle Richtlinie.

Für die Entscheidung zählt am Ende der eigene Prüfpfad: Bildsatz und Maßstab dokumentieren, Dachflächen und Hindernisse abnehmen, Komponentenparameter kontrollieren, Ertrags- und Wirtschaftlichkeitsannahmen offenlegen und das generierte Angebot gegen den tatsächlichen Auftrag prüfen. So wird aus einer interessanten Softwareidee ein belastbarer Arbeitsprozess.

Offizielle PV-Pro-Produktseite · PV-Planung bei Voxelia

Häufige Fragen zu PV-Pro

Was ist PV-Pro genau?
PV-Pro ist laut öffentlicher Produktseite eine Photovoltaik-Planungs- und Angebotssoftware für den Mac. Sie verbindet Gebäudemodell, Dachbelegung, Verschattung, String- und Elektroplanung, Ertrag, Wirtschaftlichkeit, Förderung und die Ausgabe eines Kundenangebots.
Läuft PV-Pro unter Windows?
Nein. Laut Website ist PV-Pro für macOS 15 oder neuer entwickelt und nicht als Windows-Anwendung portiert. Für die Rekonstruktion aus Drohnenbildern muss der Mac außerdem Apples unterstützte Photogrammetrie-Funktion ausführen können.
Brauche ich für PV-Pro eine Drohne?
Nein. Die Website nennt neben vorhandenen Drohnenbildern auch Adress- und Geodaten, gezeichnete Gebäudeumrisse mit Dachform sowie USD-, USDZ- oder OBJ-Dateien als mögliche Eingänge. Ohne 3D-Gebäude ist eine einfache Belegung möglich, eine 3D-Verschattungsrechnung jedoch nicht.
Ist das 3D-Modell aus Drohnenbildern automatisch vermessungssicher?
Nein. Das Modell muss mit einer bekannten Referenz kalibriert und auf Dachflächen, Hindernisse und Vollständigkeit geprüft werden. PV-Pro ist laut eigener Beschreibung keine Drohnenvermessungsleistung und erzeugt keinen amtlichen Vermessungsnachweis.
Welche Daten nutzt PV-Pro für Ertrag und Förderung?
Die Produktseite verweist für Einstrahlung und Ertrag auf PVGIS. Für Schweizer Dach- und Förderdaten nennt sie unter anderem Sonnendach, swisstopo und Pronovo. Förder- und Tarifwerte sind veränderlich und sollten immer in der aktuellen Primärquelle geprüft werden.
Wo liegen die Projekt- und Kundendaten?
Laut Website liegen die Projekt- und Kundendaten in einer lokalen Datenbank auf dem Mac; die Synchronisierung des Datenbankcontainers über iCloud sei abgeschaltet. Vor dem produktiven Einsatz sollte ein Betrieb trotzdem Backup, Gerätewechsel, Zugriffsschutz und interne Datenschutzprozesse festlegen.
Was kostet PV-Pro?
Während der Beta ist der Zugang laut Website kostenlos. Für die geplante reguläre Struktur werden 125 Euro beziehungsweise 119 Franken je Arbeitsplatz und Monat oder 1.250 Euro beziehungsweise 1.190 Franken pro Jahr genannt. Preise und Beta-Konditionen können sich ändern.
  • PV-Pro
  • PV-Planung
  • Mac
  • Photogrammetrie
  • Solarsoftware

Stand: 27. August 2026. Produkt-, Preis- und Förderangaben können sich ändern; bitte die jeweils verlinkten Primärquellen prüfen.

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