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VOXELIA 3D

PV-Planung · 3D-Dachmodell · Verschattung

Verschattungsanalyse aus 3D-Modellen

Für PV-Planung reicht ein schönes Dachbild nicht aus. Verschattung entsteht räumlich: durch Gauben, Kamine, Attiken, Nachbargebäude, Bäume und den lokalen Horizont. Ein aus vorhandenen Fotos rekonstruiertes 3D-Modell macht diese Geometrie planbar, ohne Voxelia als Drohnenflug-Anbieter zu positionieren.

  • 12 Min. Lesezeit
  • Voxelia 3D
  • Deutschland, Österreich & Schweiz
  • Az/ElSonnenstand

    Azimut und Elevation je Zeitpunkt

  • HorizonSchattenhorizont

    PVGIS nutzt lokale Horizontdaten

  • 3DDachumfeld

    Aufbauten und Nachbargeometrie prüfen

Was eine 3D-Verschattungsanalyse für PV wirklich leistet

Eine Verschattungsanalyse prüft nicht nur, ob irgendwo Schatten sichtbar ist. Für die PV-Planung zählt, welche Dachbereiche zu welchen Zeiten durch reale Hindernisse betroffen sind und ob diese Information als planbare Geometrie in den Folgeworkflow gelangt.

Die Grundlage ist ein maßstäbliches 3D-Dachmodell mit relevanten Störkörpern: Kamine, Gauben, Lüfter, Attiken, Dachfenster, Nachbargebäude und je nach Projekt auch Vegetation oder Horizontkanten. Daraus lassen sich Schattenzonen, Modul-Ausschlussflächen und Hinweise für String- oder Optimiererplanung ableiten.

Voxelia setzt genau hier an: vorhandene oder beigestellte Bilder werden zu einem 3D-Modell, Orthofoto, CAD-Übergabe oder Viewer aufbereitet. Der Mehrwert liegt nicht im Bewerben eines Drohnenflugs, sondern in der sauberen Nutzbarmachung der Bilddaten für PV-Planung.

Draufsicht eines echten Gebäudemodells, Dachflächen nach Ausrichtung eingefärbt
Dachflächen · echtes ModellFür PV-Planung zählt nicht nur die Dachfläche, sondern die räumliche Schattengeometrie von Aufbauten und Umfeld.

Welche Daten für eine belastbare Schattenbasis nötig sind

Für Schattenbewertung ist nicht nur die Dachfläche wichtig. Entscheidend ist, ob die schattenwerfenden Objekte im Datensatz vollständig genug sichtbar sind. Ein Bildsatz, der nur die Modulfläche selbst zeigt, kann einen Kamin oder ein höheres Nachbardach außerhalb des Bildausschnitts nicht korrekt berücksichtigen.

Praktisch relevant sind Maßstab, Lagebezug, Dachneigung, Ausrichtung, Höhe der Hindernisse und die Frage, ob der lokale Horizont aus Gelände oder umliegender Bebauung im Projekt eine Rolle spielt. PVGIS beschreibt ausdrücklich, dass PV-Berechnungen Horizontinformationen nutzen können, um Schatteneffekte durch Hügel oder Berge abzuschätzen.

AnwendungsfallPhotogrammetrieLaserscanEmpfehlung
Kamin, Gaube, Lüfter oder Attika auf demselben DachSehr gut geeignetMeist nicht nötig3D-Dachmodell mit Hindernishöhen und Ausschlussflächen ableiten
Nachbargebäude wirft Schatten auf die DachflächeGut geeignet, wenn Nachbargeometrie sichtbar istNur bei fehlender Sicht oder Innenbezug relevantBildsatz muss Dachumfeld enthalten, nicht nur das Zielgebäude
Bäume oder jahreszeitlich wechselnde VegetationBedingt geeignetBedingtVegetation als Risiko dokumentieren; keine feste Ganzjahresgarantie aus Einzelbildstand ableiten
Horizont durch Gelände, Hügel oder entfernte KantenNur teilweiseNicht primär3D-Modell mit PVGIS- oder Geländehorizont kombinieren
Bankfähige Ertragsprognose mit Wetterjahr und AnlagenparameternGeometrische GrundlageGeometrische GrundlagePV-Simulationssoftware und Wetterdaten zusätzlich nutzen

Workflow von vorhandenen Fotos zur PV-Schattenbasis

Der beste Workflow beginnt mit dem Ziel: Soll nur die Modulbelegung plausibilisiert werden, braucht das Team andere Daten als für eine detaillierte Simulation in PV*SOL, CAD oder einer BIM-nahen Übergabe. Der Bildsatz wird deshalb zuerst fachlich geprüft, bevor modelliert wird.

  1. Bildsatz und Planungsziel prüfen

    Sichtbarkeit von Dachflächen, Hindernissen, Traufen, Firsten und Nachbargeometrie wird bewertet. Fehlende Schattenobjekte werden als Risiko markiert.

  2. Maßstab und Dachausrichtung stabilisieren

    Referenzmaße, EXIF/GPS, GCPs oder CAD-Bestandsdaten können helfen, das Modell maßstäblich und für die PV-Planung sinnvoll auszurichten.

  3. 3D-Dachmodell und Störkörper rekonstruieren

    Aus den Bildern entstehen Punktwolke, Mesh oder vereinfachte Dachgeometrie. Für PV zählt meist eine robuste, reduzierte Geometrie stärker als ein schweres Visualisierungsmesh.

  4. Schattenrelevante Objekte klassifizieren

    Kamine, Gauben, Attiken, Nachbardächer, Dachfenster und mögliche Vegetation werden in planbare Zonen übersetzt.

  5. Übergabe für PV-Software oder CAD vorbereiten

    Je nach Ziel entstehen Viewer, DXF/DWG-Ableitung, Orthofoto, OBJ/FBX, Punktwolke oder dokumentierte Ausschlussflächen.

  6. Grenzen dokumentieren

    Nicht sichtbare Bereiche, saisonale Vegetation, fehlender Horizont oder unvollständige Nachbargeometrie müssen klar in der Übergabe stehen.

Welche Outputs für Solarteure und Planer sinnvoll sind

Eine gute Verschattungsanalyse ist kein einzelnes Bild mit farbigen Schatten. Sie ist ein verwertbarer Datensatz, der in der Angebotsplanung, Modulbelegung, technischen Prüfung und Kundenerklärung funktioniert.

FormatSinnvoll fürPraxis-Hinweis
3D-DachmodellModulbelegung, Hindernisprüfung, KundenerklärungBesonders nützlich, wenn Dachaufbauten und Nachbargeometrie sauber reduziert sind
Orthofoto / DachplanAusschlussflächen, Belegungsgrundlage, DokumentationPlanbar nur bei stabilem Maßstab und korrekter Projektion
DXF / DWGCAD-Weiterarbeit, Dachkanten, Störkörper, ModulrasterSinnvoll für technische Teams, die im CAD weiterplanen
OBJ / FBX / GLBViewer, PV-Software-Import, AbstimmungGut zur räumlichen Prüfung; Importfähigkeit hängt vom Zielsystem ab
PrüfnotizRisiken, fehlende Daten, SchattenobjekteWichtig, damit aus dem Modell keine überzogene Ertragszusage wird

Grenzen: Was das 3D-Modell nicht behaupten sollte

Aus einem 3D-Modell lässt sich eine sehr starke geometrische Schattenbasis ableiten. Eine belastbare Ertragsprognose braucht zusätzlich Wetterdaten, Anlagenparameter, Modul- und Wechselrichterdaten, Verschmutzung, elektrische Verschaltung und das konkrete Simulationsmodell.

NREL SAM beschreibt externe Verschattung als Reduktion der Einstrahlung durch Bäume, Gebäude, Dachaufbauten und andere nahe Objekte. Genau diese Geometrie kann ein gutes 3D-Modell liefern. Die Umrechnung in Energieertrag ist jedoch ein weiterer Modellierungsschritt.

Auch Momentaufnahmen von Vegetation sind heikel. Ein belaubter Baum im Sommer, ein kahler Baum im Winter oder ein künftig wachsender Baum sind keine feste Geometrie wie ein Kamin. Solche Bereiche gehören als Planungsrisiko dokumentiert.

Sonnenstand, Horizont und Quellenlogik

Schatten hängt vom Sonnenstand ab. NOAA gibt Azimut und Elevation für Ort, Datum und Uhrzeit aus; die Dokumentation weist zugleich darauf hin, dass atmosphärische Bedingungen und Algorithmusannahmen reale Beobachtungen beeinflussen können.

Für präzise Solarstrahlungsanwendungen ist der NREL Solar Position Algorithm eine zentrale Referenz. Der Bericht von Reda und Andreas beschreibt die Berechnung von Sonnenzenit und Sonnenazimut über einen sehr großen Jahresbereich und nennt eine sehr geringe algorithmische Unsicherheit.

PVGIS ergänzt diese Sicht um standortbezogene Strahlungs- und Horizontdaten. Für Voxelia folgt daraus eine klare Rollenverteilung: Das 3D-Modell beschreibt lokale, sichtbare Geometrie am Dach; PVGIS, NOAA/NREL-Logik und PV-Software liefern Sonnenstand, Horizont- und Ertragsmodellierung.

Häufige Fragen zur PV-Verschattungsanalyse aus 3D-Modellen

Kann Voxelia aus vorhandenen Bildern eine Verschattungsanalyse erstellen?
Ja, wenn die Bilder Dachflächen und schattenwerfende Objekte ausreichend zeigen. Vor der Modellierung sollte der Bildsatz geprüft werden, damit fehlende Nachbargebäude, Kamine oder Vegetation nicht übersehen werden.
Ist das eine vollständige PV-Ertragssimulation?
Nein. Das 3D-Modell liefert die geometrische Schattenbasis. Für eine Ertragsprognose braucht es zusätzlich Wetterdaten, Anlagenparameter, elektrische Verschaltung und eine geeignete PV-Simulationssoftware.
Welche Objekte sind für Verschattung besonders wichtig?
Typisch sind Kamine, Gauben, Dachfenster, Attiken, Lüfter, Nachbardächer, Masten, Bäume und Geländehorizont. Entscheidend ist, ob diese Objekte im Datensatz räumlich erfasst sind.
Kann ein einzelnes Orthofoto Schatten korrekt bewerten?
Nur begrenzt. Ein Orthofoto ist hilfreich für Dachflächen und Belegung, enthält aber ohne 3D-Höheninformation keine vollständige Schattengeometrie. Für Kamine oder Nachbargebäude ist ein 3D-Modell deutlich stärker.
Welche Datei ist für die Weiterarbeit am besten?
Das hängt vom Workflow ab. Für CAD ist DXF/DWG sinnvoll, für Viewer GLB/OBJ, für Dachpläne Orthofoto oder PDF und für PV-Software oft ein reduziertes 3D-Modell plus dokumentierte Ausschlussflächen.
Muss Voxelia dafür selbst fliegen?
Nein. Der Kern ist die Auswertung vorhandener oder beigestellter Bilddaten. Wenn der vorhandene Datensatz nicht reicht, kann Voxelia präzise sagen, welche zusätzlichen Ansichten oder Referenzen fehlen.
  • PV-Planung
  • Verschattung
  • 3D-Dachmodell
  • Photogrammetrie
  • CAD
  • Orthofoto

Weiterführend

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