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VOXELIA 3D

Technischer Leitfaden · Solar & PV

Drohnenbilder für die Solarplanung

Wie Drohnen-Photogrammetrie die Photovoltaik-Projektierung revolutioniert: von der richtigen GSD über RTK-Genauigkeit bis zum fertigen PV*SOL-Modell in 12–24 Stunden. Ein Mensch prüft jedes Modell, bevor es rausgeht.

  • 11 Min. Lesezeit
  • Voxelia 3D
  • Deutschland & DACH
  • 1–3 cmGSD-Auflösung (RTK)
  • 12–24 hLieferzeit Standard
  • ab €45pro 3D-Modell

Warum Drohnenbilder die Solarplanung grundlegend verändern

Satellitendaten haben eine geometrische Auflösung von 50 cm und mehr — für die Solarplanung ist das viel zu ungenau. Schneefänge, Entlüftungsrohre und Dachfenster werden schlicht nicht erfasst. Eine moderne RTK-Drohne dagegen erreicht eine GSD (Ground Sampling Distance) von 1–3 cm pro Pixel und bildet jedes Hindernis maßstabsgetreu ab.

Das Ergebnis: Fehlerfreie Modulbelegung ohne teure Nachplanung. In der Praxis sparen Solar-Fachbetriebe bis zu eine Stunde Planungszeit pro Projekt — weil das digitale Modell alle Maße, Neigungswinkel und Hindernisse bereits enthält.

Für komplexe Dächer mit Gauben, Kaminen oder Aufbauten ist die Drohne schlicht ohne Alternative: Satelliten- und Luftbilddaten liegen oft Jahre alt und kennen den aktuellen Zustand des Dachs nicht.

Draufsicht eines echten Gebäudemodells, Dachflächen nach Ausrichtung eingefärbt
Dachflächen · echtes ModellDachflächen aus Drohnenbildern, eingefärbt nach Ausrichtung — Grundlage für die PV-Auslegung.
MerkmalSatellitendatenFlugzeugaufnahmenDrohnen-Photogrammetrie
GSD (Auflösung)50–100 cm/Pixel5–20 cm/Pixel1–3 cm/Pixel
3D-Genauigkeit±1–5 m±10–50 cm±1–5 cm (RTK)
Aktualität1–5 Jahre alt1–3 Jahre altTagesaktuell
Kleinstobjekte erkennbarNeinTeilweiseSchneefänge, Rohre, Gauben
Kosten pro Objekt5–20 € (begrenzte Qualität)50–200 €ab 45 € (PV-ready)

Technische Anforderungen an Drohnenaufnahmen für die Photogrammetrie

Die Qualität des 3D-Modells steht und fällt mit der Qualität der Drohnenaufnahmen. Wer die folgenden Parameter kennt und einhält, bekommt ein Modell, das direkt für PV*SOL Premium nutzbar ist — ohne manuelle Nacharbeit.

GSD: Ground Sampling Distance

Für die Solarplanung ist eine GSD von unter 2 cm/Pixel der Richtwert. Das bedeutet bei einer typischen 1-Zoll-Kamera (12–20 MP) eine Flughöhe von 15–25 m über Dachfirst. RTK-gestützte Systeme wie der DJI Mavic 3E RTK erreichen diese Werte zuverlässig auch bei Windböen.

≥ 80 % Längsüberlappung und ≥ 70 % Querüberlappung sind Mindestanforderungen. Bei komplexen Dächern mit Gauben oder steilen Flächen empfehlen sich zusätzliche Schrägaufnahmen aus 45°-Winkeln, um Verdeckungen zu vermeiden.

SensorMerkmalBeschreibung
Sensor1 Zoll oder größerKleinere Sensoren (1/2,3 Zoll) rauschen ab ISO 400 sichtbar. Für Photogrammetrie mit Texturqualität gilt: Je größer der Sensor, desto besser das Signal-Rausch-Verhältnis — besonders bei bewölktem Himmel.
VerschlussGlobal ShutterRolling-Shutter-Sensoren erzeugen bei Bewegungsunschärfe verzerrte Bilder, die die Punktwolke verzerren. DJI Mavic 3E und Matrice-Kameras nutzen Global Shutter — ideal für Photogrammetrie.
ISO & BlendeISO 100–400, f/4–5.6Niedrige ISO-Werte minimieren Rauschen, mittlere Blende maximiert die Tiefenschärfe. Belichtungszeit: mindestens 1/500s bei 15 m/s Drohnengeschwindigkeit, um Bewegungsunschärfe zu vermeiden.
FormatRAW-AufnahmenRAW-Dateien ermöglichen eine bessere Weißabgleich- und Belichtungskorrektur in der Nachbearbeitung. Agisoft Metashape und Pix4D unterstützen DNG nativ. JPEG ist akzeptabel, aber kompressionsbedingte Artefakte können die Rekonstruktion beeinflussen.

RTK, PPK und GCPs: Zentimetergenauigkeit für die PV-Planung

Standard-GPS-Empfänger liefern Lagegenauigkeiten von 2–5 m und Höhengenauigkeiten von 5–10 m. Für eine Solarplanung, bei der Dachneigung und Modulfläche auf den Zentimeter stimmen müssen, ist das schlicht nicht ausreichend.

RTK (Real-Time Kinematic) und PPK (Post-Processing Kinematic) lösen dieses Problem durch differentielle GPS-Korrektur. Das Ergebnis: 1–3 cm horizontal, 3–5 cm vertikal — ohne ein einziges Bodenpasspunkte (GCP) setzen zu müssen.

MethodeHorizontalVertikalAufwand vor Ort
Standard-GPS2–5 m5–10 mSehr gering
RTK / PPK1–3 cm3–5 cmGering
GCPs (ohne RTK)2–5 cm4–8 cmHoch
RTK + Checkpoints< 2 cm< 3 cmMittel

EU-Drohnenverordnung 2024: Was Solar-Profis wissen müssen

KategorieGewichtBeispielAnforderung
A1bis 900 gDJI Mini 3 Pro, Mini 4 ProKostenloser EU-Kompetenznachweis online — keine Prüfung vor Ort nötig
A2bis 4 kgDJI Mavic 3E RTK, Phantom 4 RTKEU-Fernpilotenschein (A2) + mindestens 30 m Abstand zu unbeteiligten Personen
A3bis 25 kgDJI Matrice 350 RTKMindestens 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebieten — für Dach-Solar in der Praxis nicht geeignet
AspektAnforderungGültigkeit
BetreiberregistrierungLBA-Registrierung als Drohnenbetreiber (einmalig)Seit 2021
HaftpflichtversicherungGesetzlich vorgeschriebene Drohnen-HaftpflichtSeit 2021
Remote IDElektronische Fernidentifizierung für C1–C3Seit Jan. 2024
Überflug WohngrundstückNur mit Einwilligung des Grundstückseigentümers (§21h LuftVO)Dauerhaft
FlughöheMaximal 120 m über dem Boden (BVLOS erfordert Sondergenehmigung)Dauerhaft
Sichtweite (VLOS)Drohne muss stets mit bloßem Auge sichtbar bleibenDauerhaft

Von der Punktwolke zum fertigen PV*SOL-Modell: der Voxelia-Workflow

PV*SOL Premium unterstützt den Import von 3D-Gebäudemodellen im Wavefront-OBJ-Format. Der Weg vom Drohnenflug bis zum importierten Modell umfasst drei klar getrennte Schritte — und Voxelia 3D übernimmt den gesamten Mittelpart.

  1. 01

    Automatisierte Befliegung (5–20 Minuten)

    Mission-Planning-Apps wie DJI Pilot 2 oder Pix4Dcapture automatisieren den Flug vollständig. Parameter: Flughöhe 15–25 m, 80 % Längsüberlappung, 70 % Querüberlappung, zusätzliche Schrägaufnahmen für komplexe Dachformen. Die Bilder werden direkt auf die SD-Karte oder Cloud-Speicher geschrieben.

  2. 02

    Photogrammetrische Auswertung

    Cloud-Plattformen wie Airteam oder Pix4Dcloud verarbeiten das Bildmaterial vollautomatisch zu Punktwolke, Mesh und Textur. Lokal kann Agisoft Metashape genutzt werden. Voxelia 3D prüft das Ergebnis manuell: Punktwolkendichte, Mesh-Qualität, Texturschärfe und Maßstab werden kontrolliert und bei Bedarf korrigiert.

  3. 03

    Import in PV*SOL Premium

    Das finale Modell wird im Wavefront-OBJ-Format exportiert und für PV*SOL optimiert: korrekte Skalierung, Nordausrichtung und Dachflächenzuordnung. Bei Bedarf wird das Modell mit Blender dezimiert, um die Polygonzahl zu reduzieren. In PV*SOL Premium lässt sich das Modell per Doppelklick aktivieren — keine manuelle Nacharbeit.

Wirtschaftlichkeit & ROI: Eigene Drohne vs. Voxelia 3D

Wer eine eigene RTK-Drohne für die Solarplanung betreibt, kalkuliert im ersten Jahr mit einer Gesamtinvestition von rund 4.000 Euro (Basispaket) bis 9.000 Euro (Profipaket). Hinzu kommen laufende Software- und Versicherungskosten.

KostenpostenBasispaket (z.B. DJI Mini)Profipaket (z.B. Mavic 3E RTK)
Hardware (Drohne + Zubehör)1.000–1.500 €3.500–6.000 €
Photogrammetrie-Software (p.a.)2.000–3.000 €3.000–5.000 €
Führerschein + Versicherung300–500 €500–800 €
Gesamtinvestition Jahr 1≈ 4.000 €≈ 9.000 €

Voxelia 3D als Alternative ohne Investition: Ab 45 € pro Übergabe — ohne Hardware, ohne Software-Abo, ohne Führerschein. Für Betriebe mit weniger als 10 PV-Projekten pro Monat rechnet sich die eigene Drohne selten. Einfach Bilder hochladen und das PV-ready Modell erhalten.

Zukunft der Solarplanung: Thermografie & KI-Auswertung

TrendTitelBeschreibung
ThermografieDefekte im laufenden Betrieb erkennenThermalkameras wie die DJI Mavic 3 Thermal erkennen Hotspots, Zellbrüche und defekte Bypass-Dioden im laufenden PV-Betrieb. Thermografiebefliegung kostete früher 300–800 € pro Objekt — moderne Consumer-Drohnen machen es erschwinglich. In Kombination mit der 3D-Punktwolke lassen sich Defekte millimetergenau lokalisieren.
KI-AuswertungVollautomatische BelegungspläneKI-Algorithmen analysieren 3D-Dachmodelle und erkennen automatisch nutzbare Dachflächen, Hindernisse und optimale Modulanordnungen. Tools wie Nearmap Solar und Aurora Solar nutzen diese Technologie bereits für US-Märkte. Im DACH-Raum wird die Integration in PV*SOL und ähnliche Software in den nächsten Jahren erwartet.

Häufige Fragen zu Drohnenbildern für die Solarplanung

Welche Genauigkeit erreicht ein Drohnenaufmaß für die Solarplanung?
Mit RTK-Drohnen erreichen wir 1–3 cm horizontal und 3–5 cm vertikal. Das ist deutlich präziser als Satellitendaten (50 cm+ GSD) und reicht vollständig für PV*SOL Premium, Eturnity und PVcase aus.
Ist ein Drohnenflug über dem Nachbargrundstück erlaubt?
Nein — §21h LuftVO verlangt die ausdrückliche Einwilligung des Grundstückseigentümers für den Überflug. In der Praxis fliegen Solar-Profis deshalb nur über das zu beplanende Objekt oder arbeiten mit dem Eigentümer zusammen, der für sein eigenes Grundstück zuständig ist.
In welchem Format liefert Voxelia 3D die fertigen Dachmodelle?
Standard-Lieferumfang: 3D-Viewer-Link zur Sichtprüfung, PV-ready Modell im Wavefront-OBJ-Format für PV*SOL, optional CAD-Dateien (DXF/DWG) und georeferenziertes Orthofoto. Lieferung in 12–24 Stunden nach Bildeingang.
Welche Drohnenbilder werden für die 3D-Rekonstruktion benötigt?
Mindestanforderungen: 80 % Längsüberlappung, 70 % Querüberlappung, JPG/TIFF oder RAW, GSD < 2 cm/Pixel. Für komplexe Dächer zusätzlich Schrägaufnahmen aus 45°. Wir prüfen den Datensatz vor der Verarbeitung manuell.
Brauche ich einen Drohnenführerschein für die Solarplanung?
Für Drohnen bis 250 g (Kategorie A1) genügt der kostenlose EU-Kompetenznachweis online. Für RTK-Drohnen bis 4 kg (Kategorie A2) ist der EU-Fernpilotenschein erforderlich. Alle gewerblichen Drohnenbetreiber benötigen eine LBA-Registrierung.
Was kostet ein professionelles 3D-Dachmodell für die PV-Planung?
Externe Dienstleister berechnen oft 200–400 € pro Objekt. Voxelia 3D liefert PV-ready Modelle ab 45 € — inklusive Prüfung durch einen Menschen, Viewer-Link und OBJ-Export für PV*SOL.
  • Drohne
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  • PV*SOL
  • RTK
  • GSD
  • EU-Drohnenverordnung

Weiterführend

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Ihr erstes PV-Dach geht auf uns.

Laden Sie die Drohnenfotos hoch. Das Dachmodell für PV*SOL liegt bei Standardprojekten in 24–48 Stunden bereit – von einem Menschen geprüft.

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